
Uto R. Bonde, Ehrenvorsitzender des DFV Baden-Württemberg
(Freiburg). Der Deutsche Familienverband (DFV) begrüßt den heutigen Spatenstich zur barrierefreien Umgestaltung des Freiburger Hauptbahnhofs als großen Erfolg.
Der DFV-Regionalverband Freiburg, der die Initiative „BoB – Bahnhof ohne Barrieren Freiburg“ im Jahr 2014 gemeinsam mit 21 anderen Vereinen und Verbänden gegründet hat, sieht in den nun startenden Baumaßnahmen einen wichtigen Meilenstein. Von dem Ausbau profitieren insbesondere Eltern mit Kleinkindern, Schwangere, ältere Menschen sowie Reisende mit Mobilitätseinschränkungen, für die der Bahnhof nun deutlich zugänglicher und komfortabler wird.
„Barrierefreiheit ist keine Sonderleistung für einzelne Gruppen, sondern eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und eine komfortable Mobilität für alle Menschen“, betont Uto R. Bonde, Ehrenvorsitzender des DFV Baden-Württemberg und Co-Sprecher von BoB. „Die positive Bilanz unseres ehrenamtlichen Engagements ist der heutige Spatenstich als sichtbarer Beleg dafür, dass beharrlicher Einsatz bei der Deutschen Bahn Veränderungen bewirken kann.“
Erfolg durch langjährige Zusammenarbeit
Dem heutigen Baubeginn ging eine intensive Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg, der Deutschen Bahn und der Politik voraus. Die Initiative erinnert hierbei insbesondere an die wegweisende Vereinbarung vom 20. April 2018, mit der wichtige Grundlagen für die barrierefreie Umgestaltung der Bahnsteige geschaffen wurden. Die jetzigen Umbaumaßnahmen sind das Resultat dieses gemeinsamen Weges.
DFV fordert: Hitzeschutz, Familienfreundlichkeit und bessere Ausstattung
Trotz des Erfolgs sieht der DFV gemeinsam mit BoB weiteren Handlungsbedarf, um den Freiburger Hauptbahnhof zu einem rundum familiengerechten und zukunftssicheren Ort zu machen. Die Erfahrungen des extrem heißen Sommers 2026 zeigen aus Sicht der Initiative deutlich, dass Bahnhöfe künftig besser auf hohe Temperaturen vorbereitet werden müssen. Der Verband spricht sich deshalb nachdrücklich für einen Hitzeschutzplan für Reisende aus.
Darüber hinaus fordert der DFV:
- Geschützte und klimagerechte Wartebereiche: Insbesondere Familien mit Kleinkindern benötigen Aufenthaltsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität.
- Familiengerechte Infrastruktur: Es braucht leicht zugängliche, rollstuhlgerechte Toiletten für alle Generationen.
- Zuverlässige Technik: Längere Betriebszeiten von Rolltreppen und Aufzügen sind für Familien mit Gepäck oder Kinderwagen unverzichtbar.
- Barrierefreie Orientierung und Bedienung: Ein durchgängiges optisches und taktiles Leitsystem sowie Fahrkartenautomaten, die auch von älteren Menschen oder Personen mit sensorischen, körperlichen oder kognitiven Einschränkungen möglichst einfach bedient werden können.
Dank an die Unterstützer
Uto R. Bonde dankt ausdrücklich den Akteuren, die diesen Umbau möglich gemacht haben: Verkehrsministerin Nicole Razavi, Michael Groh (Leiter des Regionalbereichs Südwest der DB InfraGO AG), Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn, der Stadt Freiburg und ihrem ÖPNV-Referenten Christian Jutzler sowie den früheren Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae und Gernot Erler für die kontinuierliche Unterstützung und gute Zusammenarbeit.
„Für den DFV und BoB ist das Ziel klar: Der Freiburger Hauptbahnhof muss als Tor zur Stadt und als wichtigstes regionales ÖPNV-Drehkreuz ein Ort werden, in den alle Menschen möglichst einfach hineinkommen, den sie selbstständig nutzen – und den sie ebenso barrierefrei wieder verlassen können“, schließt Bonde.
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