Die Pandemie hat ganz besonders auch Familien getroffen. Deshalb diskutierte der Vorsitzende der CSU im Bundestag, Alexander Dobrindt (Foto) , mit der Vorsitzenden des Verbandes der alleinerziehenden Mütter und Väter Daniela Jaspers, dem Präsidenten des Deutschen Familienbundes Klaus Zeh und der Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär in der dritten Ausgabe des digitalen Bundestalks-Talks der CSU im Bundestag.

Das Thema: Nach Homeoffice und Homeschooling – wie stärken wir Familien und Alleinerziehende nach der Krise?

„Was Familien durchmachen mussten, welche Herausforderungen sie bewältigen mussten, das ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen. Darüber müssen wir eine Debatte führen“, eröffnete Alexander Dobrindt die Diskussion. „Ein Fünftel aller Familien sind Alleinerziehende. Unser Ziel ist es, das in der Politik stärker zu thematisieren, anzuerkennen und ganz spezielle Lösungen für diese Familien zu entwickeln.“

Daniela Jaspers betonte, dass die Pandemie die Probleme noch deutlich verstärkt habe: „Die Sorge um den Arbeitsplatz, die soziale Isolation, Homeschooling und Homeoffice: Alleinerziehende sind erschöpft. Wir brauchen gute und flexible Kinderbetreuung. Das ist existenzsichernd, sonst können wir nicht arbeiten.“

Ein wichtiger Schritt dazu ist getan. Der Bundestag hat den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler auf den Weg gebracht und soll zum 1. August 2026 in Kraft treten. Damit setzen wir ein Versprechen aus dem Wahlprogramm und Koalitionsvertrag um.

Staatsministerin Dorothee Bär sagte, dass es neben der Weiterentwicklung und Verbesserung des digitalen Unterrichts sehr wichtig ist, die psychischen Belastungen der Kinder in den Blick zu nehmen. „Wir haben noch nicht genug darüber gesprochen was die Krise emotional mit den Kindern und Jugendlichen macht. Ganz viel ist nicht nur mit Geld und gesetzlichen Maßnahmen zu regeln, wir müssen die ganze Gesellschaft kinderfreundlich machen.“

Klaus Zeh erklärte, dass er bei seinen Enkeln erlebt habe das sogar in derselben Schule Lehrer unterschiedliche Video-Plattformen und Dokumenten-Typen genutzt haben. Er forderte: „Um die Bildungslücke zu schließen und für die Zukunft besser aufgestellt zu sein, brauchen wir einheitliche Bildungsportale auf hohem Niveau von professionellen Softwareentwicklern gemacht und inhaltlich einheitlich von der Bildungsministerkonferenz mit dem Bund gestaltet.“

Zum Abschluss der gut 90-minütigen Diskussion sagte Alexander Dobrindt: „Die Belastung der Familien sollten wir in einem Gipfel nach dem Vorbild Auto- und Wirtschaftsgipfel mit Ländern und Regierung besprechen. Wir müssen jetzt aufarbeiten, was durch die Pandemie ausgelöst worden ist.“

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