Die Pandemie-bedingten Einschränkungen in Schulen und Kitas wirken sich nicht nur auf die schulischen Leistungen und Lernstände der Schülerinnen und Schüler aus, sondern reichen weit in den Alltag ihrer Familien hinein. Neben den Problemlagen von Schülerinnen und Lehrern müssen daher auch die Herausforderungen der Eltern berücksichtigt werden, so die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienorganisationen in Sachsen (LAGF Sachsen) und der Landeselternrat Sachsen (LER Sachsen).

Im gemeinsamen Positionspapier regen der LER Sachsen und die LAGF Sachsen, die dieses Jahr unter der Federführung des DFV Landesverbands Sachsen steht, ein ganzheitliches Fachforum an – in Vorbereitung auf die Zeit nach dem Lockdown.

Gemeinsames Positionspapier LAGF Sachsen und LER Sachsen

In einer gemeinsamen Arbeitssitzung haben sich Vertreter des Landeselternrates und der Familienverbände über die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgetauscht. Von den Einschränkungen im Schul- und Kitabetrieb sind die Schüler und Schülerinnen nicht nur in Bezug auf ihre schulischen Leistungen und Lernstände betroffen. Die Folgewirkungen sind deutlich umfassender. Sie reichen in den Alltag der Familien hinein, der von Homeschooling, Homeoffice, Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit der vielen verschiedenen Rollen, Sorgen, finanziellen Belastungen und ggf. Krankheit und Quarantäne geprägt war und noch ist.

Schon jetzt muss auf die entstandene Problemlage eingegangen werden, um für die Zeit nach dem Lockdown vorbereitet zu sein!

Nicht nur die Schulen und Lehrer müssen mitgenommen werden, auch die Familien! Die unterstützende häusliche Umgebung ist unverzichtbar für Bildungserfolge und muss entsprechend Gehör finden.

Deshalb regen der LER und die Familienverbände ein gemeinsames „Fachforum Familie-nach-Corona“ an, in dem neben schulischen Aspekten auch die familiären Situationen, das Thema Ausbildung und Lehrstelle sowie Studium erörtert werden.

Schülerinnen und Schüler sind immer ein Teil von Familie – eine ganzheitliche Diskussion zu folgenden Punkten ist unser Wunsch!

  1. Abschlussklassen brauchen und bekommen aktuell besonderes Augenmerk. Falls sich allerdings kurzfristig die aktuelle Corona-Lage verschärft, müssen Leistungsreduzierung vorbereitet sein.

    → Keine Schlechterstellung sächsischer Absolventinnen und Absolventen im Ländervergleich

  2. Lernstandserhebungen sollen zeitnah erfolgen und müssen Konsequenzen (ggf. auch in den Lehrplänen) nach sich ziehen, um keine Kinder zu verlieren. Bis dahin gilt es, den aktuellen (Leistungs-)Druck von den Familien zu nehmen, Motivation zu fördern und Lernfortschritte zu ermutigen.

    → Worturteile statt (Zeugnis-)Noten im Sommerhalbjahr für alle Klassen außer Abschluss-/ Übertrittsjahrgängen

  3. Digitales Lernen ist für alle neu und verläuft entsprechend unterschiedlich – die Ansätze der Lehrer, die Kommunikationswege und -häufigkeiten weichen voneinander ab und treffen auf unterschiedlichste familiäre, räumliche und technische Rahmenbedingungen – oftmals eine Überforderung für Kinder und Eltern.

    → Der gleichwertige Zugang aller Familien zu digitalen Lernmöglichkeiten muss berücksichtigt werden.

Positionspapier „Lockdown, Homeschooling – und wie weiter?“ weiterlesen

Twittern mit unserem Bundesgeschäftsführer

Auf Facebook mit uns diskutieren

Kostenfrei im DFV-Newsletter anmelden

Informationen zur Familienpolitik, Finanzen, Gesundheit, Bildung und alles rund um Familie