Energydrinks: Warum ein Mindestalter sinnvoll ist

2026-05-12T11:43:35+02:0012. Mai 2026|Kinder- und Jugendschutz|

Sollten Energydrinks erst ab 16 Jahren verkauft werden? Der Deutsche Familienverband (DFV) hält eine Altersgrenze für einen sinnvollen Schritt im Kinder- und Jugendschutz – und plädiert zugleich für Augenmaß in der Regulierungsdebatte. Bunte Dosen, aggressive Werbestrategien und große Versprechen von Leistungsfähigkeit und Energie: Energydrinks gehören inzwischen für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Gleichzeitig wächst die Sorge um die gesundheitlichen Folgen eines regelmäßigen Konsums. Verbandspräsidentin Petra Nicolaisen hat sich deshalb bereits Anfang des Jahres für eine klare Altersgrenze beim Verkauf von Energydrinks ausgesprochen. Aus Sicht des DFV ist ein Mindestalter von 16 Jahren ein sinnvoller Schritt des Kinder- und Jugendschutzes. [...]

Expertenkommission sieht Defizite beim Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

2026-05-08T14:55:58+02:0028. April 2026|Digitalisierung, Kinder- und Jugendschutz|

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat ihre erste umfassende Bestandsaufnahme veröffentlicht. Sie soll als wissenschaftlich fundierte Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen dienen, die Ende Juni 2026 vorgestellt werden sollen. Die Analyse untersucht die digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, bestehende Gefährdungen im Netz, Möglichkeiten digitaler Teilhabe sowie Strukturen der Medienbildung und den aktuellen rechtlichen Rahmen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl Risiken digitaler Angebote als auch Chancen für Bildung, soziale Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung. Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien bezeichnete die Bestandsaufnahme als eine der bislang umfassendsten interdisziplinären Grundlagen zum Kinder- und Jugendschutz in der [...]

Safer Internet Day 2026: Digitale Fairness aus Familienperspektive

2026-03-10T10:42:19+01:0010. März 2026|Digitalisierung, Kinder- und Jugendschutz|

Beim Safer Internet Day 2026 diskutierten Experten aus Politik, Wissenschaft und Digitalwirtschaft zu Themen wie Altersverifikation, Dark Patterns und In-Game-Käufe. Im Fokus: der geplante Digital Fairness Act (DFA) der EU. Zu der Konferenz luden das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sowie der Digitalverband Bitkom ein. Für den Deutschen Familienverband (DFV) stand im Zentrum: Schafft Regulierung echten Schutz für Familien – und ist sie zugleich praktikabel umsetzbar? Politische Perspektive: Schutz vor manipulativen Designs Bundesjustizministerin Stefanie Hubig betonte die Verantwortung des Staates, Kinder und Jugendliche auch im digitalen Raum wirksam zu schützen. Hubig nannte das australische Vorbild für Altersgrenzen bei sozialen [...]

Mediennutzung: Wer die Risiken kennt, will Smartphones später in Kinderhänden sehen

2025-10-21T12:48:14+02:0023. September 2025|Digitalisierung, Kinder- und Jugendschutz|

Die kürzlich beschlossenen Handyverbote an Schulen in Hessen und Bremen verdeutlichen, wie intensiv die Smartphone-Nutzung von Kindern und Jugendlichen derzeit diskutiert wird und unterstreichen den bestehenden Handlungsdruck für Politik und Bildungseinrichtungen. Eine neue Untersuchung, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) nun veröffentlicht hat, liefert Erkenntnisse darüber, wie Erwachsene in Deutschland über Smartphone-Verbote an Schulen denken und welche Altersgrenzen für Smartphone- und Social-Media-Nutzung sie für angemessen halten. Wie aus der Untersuchung hervorgeht, spricht sich die große Mehrheit der Befragten für klare Regeln aus: Ein Mindestalter von 12 Jahren für den Besitz eines eigenen Smartphones wird mehrheitlich befürwortet, für soziale Medien liegt [...]

Familienverband fordert Altersgrenze für Social-Media-Nutzung und Netzanschlussfilter

2025-06-20T10:43:01+02:0020. Juni 2025|Kinder- und Jugendschutz, Pressemitteilung|

(Berlin). Der Deutsche Familienverband (DFV) spricht sich nachdrücklich für eine Altersgrenze bei der Nutzung von Social Media aus. René Lampe, Vizepräsident des DFV, erklärt: „Der Schutz der Privatsphäre und die gesunde Kindesentwicklung müssen in der digitalen Welt oberste Priorität haben. Eine klare Altersgrenze für Social Media ist dringend erforderlich. Kinder müssen vor den Gefahren geschützt werden, die mit der Nutzung dieser Plattformen einhergehen.“ Vizepräsident René Lampe Schutz vor Mobbing, Fake News und Gewaltvideos Die Nutzung der Sozialen Medien birgt für Kinder zahlreiche Risiken, sei es Mobbing, die Konfrontation mit Gewaltvideos, Fake News oder damit einhergehend die Gefährdung ihrer [...]

Elternschaft nach sexueller Gewalt in der Kindheit

2025-03-06T15:11:41+01:006. März 2025|Kinder- und Jugendschutz, Studie|

Ein aktuelles Forschungsprojekt hat untersucht, was es bedeutet, nach sexueller Gewalt in der Kindheit und Jugend selbst Kinder zu haben und elterliche Verantwortung zu tragen. Dunkelfeldstudien belegen, dass jeder siebte Erwachsene in der Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erlebt hat. Was es aber für Betroffene bedeutet, im Erwachsenenalter selbst Kinder zu haben und elterliche Verantwortung zu tragen, ist bisher kaum bekannt. Ein Forschungsprojekt, gefördert von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, hat dies untersucht. Über 600 betroffene Menschen haben sich daran beteiligt. Ergebnis des Forschungsprojektes ist eine am Dienstag (04.03.25) veröffentlichte Studie, in der die Wissenschaftlerinnen folgenden Fragen nachgegangen [...]

KI verschärft Risiken für Kinder und Jugendliche im Netz

2024-09-10T12:48:15+02:005. September 2024|Internet, Kinder- und Jugendschutz|

Das Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche im Netz nimmt zu. Aktuell macht es generative KI immer schwerer, Realität von Fälschung zu unterscheiden und verstärkt Risiken wie sexualisierte Gewalt, Mobbing und Extremismus. Dies ist ein zentraler Befund des Jahresberichts von jugendschutz.net, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet. 2023 bearbeitete jugendschutz.net 7.645 Verstoßfälle. Davon sind zwei Drittel sexualisierter Gewalt zuzuordnen. Bei 12 Prozent handelt es sich um Sex / Pornografie, bei 11 Prozent um politischen Extremismus. Fünf Prozent gingen auf selbstgefährdende Inhalte zurück und zwei Prozent auf Cybermobbing. 3.210 Verstöße meldete jugendschutz.net an Anbieter und Selbstkontrolleinrichtungen [...]

Cyber-Mobbing: 3 Fragen an die Abgeordnete im Bundestag Katja Adler

2023-02-07T14:30:10+01:006. Februar 2023|3 Fragen an, Kinder- und Jugendschutz|

Katja Adler ist seit der Bundestagswahl 2021 Abgeordnete der FDP und dabei u.a. ordentliches Mitglied des Familienausschusses und stellvertretendes Mitglied der Kinderkommission. Sie schloss 1995 als Diplom-Verwaltungswirtin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Bernau (Brandenburg) ab und studierte später nebenberuflich Soziale Verhaltenswissenschaft. Hauptberuflich arbeitete sie in mehreren Ministerien. Katja Adler ist auf Twitter zu finden. 1. Was ist der signifikante Unterschied zwischen dem klassischen Mobbing und Cyber-Mobbing? Katja Adler fotografiert von: Julia Deptala Sowohl Mobbing im realen Leben als auch im digitalen Raum ist ein gesellschaftliches Problem, das dringend zurückgedrängt werden muss. Beide Formen können bei den Betroffenen [...]

Cyber-Mobbing und Strafen: 3 Fragen an Richterin Franziska Schmidt

2023-02-07T08:47:52+01:006. Februar 2023|3 Fragen an, Kinder- und Jugendschutz|

Franziska Schmidt, Richterin, übte diese Tätigkeit bis zur Geburt ihres Sohnes im April 2021 am Verwaltungsgericht in Meiningen (Thüringen) aus. Seit 2022 ist sie Vizepräsidentin des Deutschen Familienverbandes (DFV), seit 2016 Vorsitzende des DFV-Landesverbandes Thüringen. 2015 wurde sie im Thüringer Landtag für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. 1. Welche Strafen drohen Tätern von Cyber-Mobbing und digitaler Erpressung? Zu Beginn gleich der Hinweis, es gibt keinen Straftatbestand für das Cyber-Mobbing im deutschen Recht. Die Frage ist deshalb nicht leicht zu beantworten. Im Cyber-Mobbing vereinigen sich einzelne Straftaten. In erster Linie sind das Beleidigung (§ 185 StGB), Üble Nachrede (§ 186 StGB) und Verleumdung [...]

Cyber-Grooming: 3 Fragen an den Cyber-Kriminologen Thomas-Gabriel Rüdiger

2023-02-07T09:19:50+01:006. Februar 2023|3 Fragen an, Kinder- und Jugendschutz|

Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger ist Leiter des Instituts für Cyber-Kriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg. Als Experte für Digitales und Soziale Medien ist er auch auf Twitter und Instagram aktiv. 1. Künstliche Intelligenz (KI) wird eine stärkere Rolle im Internet spielen. Könnte sie dabei helfen, digitale Sexualdelikte wie Cyber-Grooming zu erkennen und zu verhindern? Ich bin mir ziemlich sicher, dass KI's mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in der Lage sind, beispielhaft bei Analysen von Chats zu erkennen, ob ein Kind mit einem Sexualtäter oder Sexualtäterin konfrontiert ist. Dafür muss aber die KI natürlich die gesamte Kommunikation analysieren können, [...]

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