Auf der Straße spielen, allein herumstromern, bei Oma Kuchen essen – nach der Schule gehörte der Tag vor Jahrzehnten noch den Kindern. Heute wachsen nur selten Mädchen und Jungen in einer Großfamilie auf, in der mehrere Generationen zusammen leben und die Freizeit ist knapp. Der 14. Kinder- und Jugendbericht hat im Auftrag des Bundesfamilienministeriums untersucht, wie sich die Umstände für Kinder und Heranwachsende verändert haben und was das für ihre Lebenswelt, die eigenen und die an sie gestellten Ansprüche bedeutet. Wir wollen einige Punkte daraus thematisieren.
Während vor einigen Jahrzehnten vor allem Eltern und Familie die Erziehung der Kinder in der Hand hatten, mischen sich in unserer heutigen Gesellschaft die Erziehungspartner. In und nach der Schule übernehmen Pädagogen einen wesentlichen Teil der Betreuung und Bildung. Laut 14. Kinder- und Jugendbericht stößt das in den meisten Fällen nicht auf den Widerstand der Eltern, sondern auf ihr Wohlwollen. Der Bericht unterstreicht: „Die Stärkung der öffentlichen Verantwortung geht nicht einher mit einem, wie auch immer gearteten, Bedeutungsverlust der Familie. ...
Die soziale Sicherung ist aus dem Gleichgewicht, die demografische Krise perfekt. Was können wir tun, um die sozialen Sicherungssysteme wieder auf stabile Füße zu stellen? Am 23. März trafen sich in Mannheim namhafte Experten zu einer Fachtagung. Unter dem Motto „Sozialsysteme – Ah!... da kommt die Ablösung!“ hatten der Deutsche Familienverband und der Familienbund der Katholiken eingeladen.
Zu den Vortragenden gehörten Experten wie Professor Heinz Rothgang (Gesundheitsökonom der Universität Bremen), der Hessische Landessozialrichter Jürgen Borchert, Dr. Frank Niehaus vom Wissenschaftlichen Institut der PKV (WIP) sowie Professor Thorsten Kingreen (Rechtswissenschaftler der Universität Regensburg). Auf den Punkt brachten das Thema die klugen Cartoons von Thomas Plaßmann.
Tablet, Smartphone, Facebook und Co.: Jugendliche bewegen sich spielerisch und blitzschnell im virtuellen Raum. Aber wie steht es eigentlich mit der realen Kommunikation zwischen Jung und Alt? Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Jacobs Krönung hat dieses Thema untersucht. Gut 1.700 Personen ab 14 Jahre wurden bundesweit dafür befragt.
Sie sind so optimistisch, wie kaum eine junge Generation vor ihnen: „95 Prozent der 17- bis 27-Jährigen gehen davon aus, in zehn bis fünfzehn Jahren ein gutes Leben zu führen“, sagte Professor Klaus Hurrelmann, Jugendforscher der Hertie School of Governance. Er ist der wissenschaftliche Leiter der MetallRente Studie 2013 „Jugend-Vorsorge-Finanzen. Von der Generation Praktikum zur Generation Altersarmut?“. 2500 Jugendliche und junge Erwachsene wurden dafür bundesweit vom Sozialforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung befragt.
Trotz des großen Vertrauens in die Zukunft, sorgen laut Studie nur 38 Prozent der Befragten regelmäßig zusätzlich zur Gesetzlichen Rentenversicherung für das Alter vor. „Die jungen Leute fühlen sich bei dieser elementaren Frage der Zukunftssicherung überfordert, schlecht informiert und von Staat und Politik im Stich gelassen“, sagte Hurrelmann. Viele liefen deshalb Gefahr,
(Berlin). Bei einer Besprechung im Bundesfamilienministerium wiederholte der Deutsche Familienverband (DFV) heute seine Forderung, endlich Klarheit in den „Familienorientierten Maßnahmen“ zu schaffen. „Für Familien ist es unerträglich, dass weiterhin von 200 Mrd. Euro gesprochen wird, die über Familien ausgeschüttet würden“, erklärte der Bundesgeschäftsführer des Verbandes, Siegfried Stresing. „Auch das Ministerium weiß seit Jahren, dass nur 55,4 Mrd. `Familienförderung im engeren Sinn´ sind.“ Anlass und Ziel der Besprechung war eine größere Übersichtlichkeit von Leistungsarten und -höhen.
In erster Linie müsse zwischen Leistungen, die als Auftrag der Verfassung unabwendbar sind und solchen Leistungen, bei denen der Gesetzgeber einen Gestaltungsspielraum hat, unterschieden werden. Nur dann mache es Sinn, über die zukünftige Ausgestaltung nachzudenken. Zu den unabwendbaren Bereichen gehören alle Leistungen, die dazu dienen, dass die Würde des Menschen unangetastet bleibt. Unter Hinweis auf deutliche Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts versteht der Verband hierunter die steuerliche Freistellung des Existenzminimums aller Familienmitglieder, also auch der Kinder. Beim Kindergeld gibt es, sofern es nicht für diesen Zweck erforderlich ist, durchaus Gestaltungsspielraum. „Aber eine Regierung ist gut beraten, nicht nur das verfassungsrechtlich Gebotene zu leisten, sondern auch das gesellschaftlich Erwünschte zu fördern“, erklärt Stresing. Keinerlei Spielraum sieht er bei Hartz IV Leistungen. Nicht nachvollziehbar sei, warum diese vielerorts als Familienleistung gesehen werden, obwohl sie jedem Individuum zustehen.
Der Deutsche Familienverband (DFV) ist der größte bundesweite Zusammenschluss von Familien, deren Interessen der DFV auf der kommunalen wie Landes- und Bundesebene vertritt. Der DFV ist parteipolitisch und konfessionell nicht gebunden und steht allen Familien in Deutschland und allen am Wohl der Familie Interessierten
zur Mitgliedschaft offen.
Deutscher Familienverband
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