(Berlin). Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Bundesregierung den 13.Kinder- und Jugendbericht. Darin hat die Sachverständigenkom-mission fünf besonders dringliche Gesundheitsziele formuliert und eine „kostenfreie, gesunde Verpflegung für alle Heranwachsenden in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schule, ohne dass dies zu Kürzungen an anderer Stelle führt“ empfohlen.
Doch die Realität in den Ländern und Kommunen sieht anders aus: Eltern, ja ganze Fördervereine geben entnervt auf. Mit hohem ehrenamtlichen Engagement hatten sie jahrelang dafür Sorge getragen, dass alle Kinder auch in Schulen und Tageseinrichtungen eine gesunde Mahlzeit erhalten. Waren behördliche Auflagen und das ständig drohende Damoklesschwert eines „Wirtschaftsbetriebes“ noch hinnehmbar, ist nun die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Schulverpflegung der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Während Schiliftbetreiber erfolgreich einen reduzierten Mehrwert-steuersatz durchsetzten und Gastronomen ebenfalls diese Entlastung einfordern, scheint die öffentliche Hand die sprudelnde Finanzquelle einer hohen Mehrwertsteuer auf kindbedingte Bedarfe, und nun auch auf die Verpflegung in Schulen und Kindertagesstätten, nicht aufgeben zu wollen. Von „kostenfrei“ kann vor Ort keine Rede sein.
Ausführliche Informationen sind im Magazin des Deutschen Familienverbandes „DFV-Familie“ 4/09 zu finden.
Der Deutsche Familienverband ist die größte parteiunabhängige, überkonfessionelle und mitgliedergetragene Interessenvertretung von Familien in Deutschland.
16.07.2009
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