Vom 1. bis 4. Mai 2008 fand in Königswinter bei Bonn der Bundesverbandstag des Deutschen Familienverbandes statt. Bei der Suche nach „Verbündeten für einen Solidarpakt“ bot die Veranstaltung den aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Delegierten und Mitgliedsfamilien neben familienpolitischen Vorträgen und lebhaften Diskussionen auch kreative Angebote und Spaß am Mitmachen und Einmischen. Der Bundesverbandstag war zugleich Auftaktveranstaltung für das diesjährige Jahresschwerpunktthema des Deutschen Familienverbandes unter dem Motto „Solidarpakt für Familien“. Staatssekretär a.D. Dr. Albin Nees wurde mit großer Mehrheit als DFV-Präsident wiedergewählt. Erste Impressionen und Eindrücke des Verbandstages haben wir hier für Sie zusammengestellt. Auch die nächste DFV-FAMILIE wird ausführlich über den Bundesverbandstag berichten. Gerne können Sie hier ein Probeexemplar bestellen.
DFV-Präsident Dr. Albin Nees rief vor dem Hintergrund immer härterer Verteilungskämpfe und steigender wirtschaftlicher Belastungen alle politischen und gesellschaftlichen Ebenen zu einem solide finanzierten Solidarpakt für Familien auf, der dem Solidarpakt zwischen Ost und West gleichkommen muss. Als Verbündete für einen Solidarpakt auf Landesebene stellte Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich die Familienpolitik in NRW dar. Die Vorsitzende des DFV-Landesverbandes NRW und neue Integrationsbeauftragte des Bundesverbandes Petra Hepenstrick ging auf die Lebenssituation von Familien mit Migrationshintergrund ein und Bürgermeister Wirtz betonte die Bedeutung der kommunalen Familienpolitik.
Als wichtigen Schritt zur Verwirklichung familiengerechter Strukturen sprach sich die 19jährige Ronja Torspecken, Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend debattiert“, engagiert für die Einführung eines Familienwahlrechts aus. Prof. Dr. Anne Lenze, renommierte Sozialrechtlerin an der Universität Darmstadt, stellte in ihrem provokativen Vortrag „Schluss mit der vermeintlichen Familienförderung“ das Märchen von der milliardenschweren Förderung für Familien auf den Prüfstand und forderte statt milder Gaben zuallererst das Schließen von Gerechtigkeitslücken. Ursachen und Zusammenhänge für steigende Belastungen durch höhere Energiepreise veranschaulichte Manfred Goldenstein.
Dass sich der Deutsche Familienverband als Anwalt aller Familien in Deutschland versteht, wurde beispielhaft an dem vom nordrhein-westfälischen Landesverband entwickelten Kurs- und Fortbildungsangebot für Migrationsfamilien deutlich, das allen Verbandsgliederungen zur Nachahmung vorgestellt wurde. Mit rund 40 Anträgen aus allen Landesverbänden und zukunftsweisenden Beschlüssen zu brandaktuellen Familienthemen legte die Mitgliederbasis die Grundlage für die politische Arbeit es Bundesverbandes in den nächsten drei Jahren.
Dass dabei Familienpolitik nicht nur aus trockenen Fakten und harten Forderungen besteht, sondern dass dazu auch Spaß am Mitmischen und Mitmachen gehört und Kompetenz und Kreativität zusammengehören, belegten die von den – kleinen wie großen - Veranstaltungsteilnehmern begeistert angenommenen kreativen Angebote der DFV-Kooperationspartner Kreativmarketing Romer und die Initiative hobbyKreativ, die die gesamte Veranstaltung begleiteten.
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