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Prof. Klaus Hurrelmann zum Wahlrecht ab Geburt

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Die Kinder- und Jugendforschung zeigt seit vielen Jahren, dass eine grundsätzliche Fähigkeit zum Einschätzen von politischen Zusammenhängen schon deutlich vor dem 18. Lebensjahr gegeben ist. Deswegen spricht alles dafür, das heutige Mindestwahlalter deutlich abzusenken.

Welche Argumente sprechen für ein Wahlrecht ab Geburt?

Ein Wahlrecht ab Geburt wäre die konsequent ist der und radikalste Form der Absenkung des Mindestwahlalters. Hiermit wird das zentrale demokratische Prinzip 'Jeder Mensch hat eine Stimme' wortwörtlich genommen. Da kleine Kinder das Wahlrecht noch nicht selbst ausüben können, muss eine Lösung gefunden werden, bei der die Eltern stellvertretend für sie ein zusätzliches Stimmrecht erhalten. Meiner Einschätzung nach könnte das aktive Wahlrecht für Kinder mit dem zwölften Lebensjahr einsetzen.

Wie wird sich unsere Gemeinschaft Ihrer Meinung nach verändern, wenn auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wahlberechtigt sind?

Wenn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ein eigenes Stimmrecht erhalten, werden die von ihnen bevorzugten politischen Themen ein größeres Gewicht als bisher erhalten. Es sind Themen, die auf die langfristige Sicherung von ökologischen und ökonomischen Chancen gerichtet sind. Durch die Mitsprache der jungen Generation werden also zwangsläufig innovative und vorwärts gerichtete politische Akzente verstärkt.

Welche Unterstützung brauchen junge Wähler, um ihr Wahlrecht auszuüben?

Junge Leute müssen viel stärker als bisher mit den Prinzipien des demokratischen Lebens schon in Kindergarten und Schule vertraut gemacht werden. Sobald Ihnen das Wahlrecht eingeräumt wird, sollten sie durch verschiedene Aktivitäten einschließlich von Probewahlen auf den Wahlvorgang vorbereitet werden.

Auf welchem Weg kann das Wahlrecht ab Geburt Ihrer Meinung nach durchgesetzt werden?

 Als ich Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal forderte, das Mindestalter von 18 auf 16 Jahre abzusenken, löste das noch einen Sturm der Entrüstung aus. Heute ist das Mindestalter 16 in Österreich Standard, und auch bei uns haben es viele Bundesländer bereits eingeführt. Durch Kampagnen wie 'Nur wer wählt, zählt' lässt sich Schritt um Schritt in den nächsten Jahren die Akzeptanz für eine Absenkung des Wahlalters in der Bevölkerung steigern.


Prof. Klaus Hurrelmann lehrt an der Hertie School of Governance in Berlin.

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